Wer in der Buchhandlung nach Krimis aus Skandinavien, Italien oder Frankreich sucht, hat die Qual der Wahl. Bei tschechischen Krimis ist es anders: Obwohl Tschechien direkt nebenan liegt und eine lebendige Kriminalliteratur hat, wird davon nur wenig
Wer in der Buchhandlung nach Krimis aus Skandinavien, Italien oder Frankreich sucht, hat die Qual der Wahl. Bei tschechischen Krimis ist es anders: Obwohl Tschechien direkt nebenan liegt und eine lebendige Kriminalliteratur hat, wird davon nur wenig
Anne Carsons Rot ist eines dieser Bücher, nach denen man nicht einfach zum nächsten greift. Den Ausgangspunkt bilden ein paar Fragmente des griechischen Dichters Stesichoros über Geryon, ein rotes, geflügeltes Ungeheuer, das Herakles im Mythos erschlägt. Carson
Es gibt Bücher, die man nach wenigen Seiten entweder liebt oder weglegt. „Ja, Schnecke, ja“ von Jan Snela gehört dazu – und wer es nicht weglegt, entdeckt einen der eigenwilligsten deutschsprachigen Romane der letzten Jahre.
Warum zerbricht ein Mensch an einer Krise, während ein anderer sie übersteht und daran sogar wächst? Diese Frage steht hinter dem Begriff Resilienz. Ursprünglich stammt er aus der Werkstoffkunde und beschreibt Materialien, die nach einer Verformung in
Ein gutes Happy End ist nicht dasselbe wie ein süßes. Die Bücher, die wirklich wärmen, sind selten die, in denen von Anfang an alles glattläuft. Es sind die, deren Figuren etwas verloren haben – einen Menschen, eine
Kaum ein Motiv der Science-Fiction ist so vielseitig wie die Zeitreise. Mit ihr lässt sich die Zukunft besichtigen, die Geschichte korrigieren oder die eigene Biografie in neuer Reihenfolge erleben. Sie kann Abenteuer sein, Gedankenexperiment, Liebesgeschichte oder eine
Keine deutsche Stadt hat so viele Brüche erlebt wie Berlin: Weltstadt der Zwanziger, Machtzentrum des NS-Staats, Trümmerfeld, geteilte Insel, wiedervereinigte Hauptstadt. Für Kriminalromane ist das ein Glücksfall. Wer in Berlin ermittelt, stößt fast zwangsläufig auf Geschichte, und
Die Wikingerzeit ist wie gemacht für den historischen Roman: rund drei Jahrhunderte, in denen Menschen aus Skandinavien plünderten, handelten, siedelten und Reiche gründeten – von Grönland bis zum Kaspischen Meer, von Dublin bis Konstantinopel. Die Quellen sind
Kaum eine Epoche ist so stark von Bildern überlagert wie die Wikingerzeit. Drachenboote, Plünderungen, Met und Hörnerhelme – vieles davon stammt aus dem 19. Jahrhundert, aus Opern, Filmen und Werbung, und nur wenig aus den Quellen. Wer
Mit acht Jahren liegt der Leseanfang meist hinter einem Kind: Es kennt die Buchstaben, schafft Sätze und kurze Texte. Was jetzt kommt, ist schwieriger, als es klingt – der Schritt von der Erstlesereihe mit großer Fibelschrift zum
Warum greift man freiwillig zu einem Buch, von dem man weiß, dass es einem das Herz brechen wird? Vielleicht, weil traurige Romane etwas können, das kaum eine andere Lektüre schafft: Sie lassen uns Verlust, Abschied und Schuld
Ein Mord im Mittelalter stellt Ermittler vor Probleme, die heute niemand mehr kennt: Es gibt keine Polizei im modernen Sinn, keine Spurensicherung und keine Gerichtsmedizin. Wer im 12. oder 14. Jahrhundert die Wahrheit herausfinden will, braucht scharfen
Seit dem Mittelalter ziehen Menschen zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela. Manche gehen aus Glauben, andere aus Neugier, wieder andere, weil sie eine Pause von ihrem Alltag brauchen. Ebenso unterschiedlich sind die Bücher über
„Opa war kein Nazi“ – so ließe sich zusammenfassen, was in vielen deutschen Familien über Jahrzehnte als Gewissheit galt. Gefragt wurde wenig, erzählt noch weniger. Was der Vater an der Ostfront getan hatte, wo die Großmutter 1945
In den griechischen Sagen kommen Frauen reichlich vor – nur reden dürfen sie selten. Helena ist der Anlass eines Krieges, Briseis ein Beutestück, über das sich zwei Feldherren zerstreiten, Penelope die Frau, die zu Hause wartet, Medusa
Kaum eine europäische Stadt ist so dicht mit Literatur verwoben wie Prag. Hier schrieben deutschsprachige Juden wie Franz Kafka und Leo Perutz, hier entstanden die großen tschechischen Romane des 20. Jahrhunderts, und bis heute zieht die Stadt
Kaum ein Fabelwesen ist so wandelbar wie der Drache. In der Fantasy war er schon alles: Schatzhüter und Weltenvernichter, Reittier und Kriegsgerät, Gottheit, Haustier, Studienobjekt. Wer als Erwachsener ein gutes Drachenbuch sucht, steht deshalb weniger vor der
Knapp anderthalb Kilogramm wiegt das menschliche Gehirn, und doch steckt darin alles, was uns ausmacht: Erinnerungen, Gefühle, Sprache, das Gefühl, ein Ich zu sein. Kein Wunder, dass die Hirnforschung zu den Wissenschaften gehört, über die besonders viel
Rund ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir schlafend, und trotzdem wussten selbst Fachleute lange erstaunlich wenig darüber, was in diesen Stunden geschieht. Inzwischen hat die Schlafforschung viel herausgefunden: über die Rolle des Schlafs für Gedächtnis und Immunsystem,
Irgendwann kommt die Frage, auf die Erwachsene selten eine schnelle Antwort haben: Wo hört das Weltall eigentlich auf? Kinder sind von Sternen, Planeten und Raketen fasziniert, und diese Begeisterung lässt sich wunderbar mit Büchern füttern. Das Angebot
München gilt als die gemütliche unter den deutschen Großstädten: Biergarten, Föhn, Alpenblick, eine Isar, in der man baden kann. Gerade deshalb ist die Stadt ein dankbarer Schauplatz für Kriminalromane. Wo so viel Wohlstand und Selbstzufriedenheit herrschen, fällt
Dark Academia beschreibt weniger ein Genre als eine Stimmung: alte Bibliotheken, ehrgeizige Studierende, Rivalitäten, Geheimnisse hinter ehrwürdigen Mauern – und die Ahnung, dass Wissen einen Preis hat. Kommt Magie hinzu, wird diese Ahnung wörtlich. Dann ist der
Weihnachtsbücher haben einen zweifelhaften Ruf: zu süß, zu vorhersehbar, zu sehr auf Lebkuchenduft und Schneeflocken gebürstet. Dabei ist das Fest erzählerisch ein dankbarer Stoff. Familien kommen zusammen, die sich sonst aus dem Weg gehen, alte Rechnungen liegen
Mit vier Jahren verändert sich das Vorlesen spürbar. Kinder hören länger zu, sie verfolgen eine Handlung über mehrere Seiten, sie lachen über Wortwitz und stellen Fragen, die über das Bild hinausgehen. Gleichzeitig ist die Spanne in diesem
Irgendwann ist der letzte Band von Gregs Tagebuch ausgelesen, und dann kommt die Frage, die viele Eltern kennen: „Gibt es noch was wie Greg?“ Die gute Nachricht lautet: ja, sogar reichlich. Jeff Kinneys Erfolg hat ein ganzes