Ukrainische Literatur in Biographien

Literatur der Ukraine

Oksana Sabuschko ist eine bekannte Autoren der Ukraine. Nach Beendigung der Schule trat sie ihr Studium an der Universität in Kiew an. 1987 promovierte sie am philosophischen Institut der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften. Anschließend war sie in den neunziger Jahren als Gastprofessorin an amerikanischen Universitäten tätig. Daneben war sie von 1995-2010 die Vizepräsidentin des ukrainischen Pen Zentrums. Zudem schrieb sie regelmäßig für Magazine und Zeitschriften und unterrichtete ebenso im kreativen Schreiben.

Russland stand sie kritisch gegenüber. Sie stellte fest, dass die russische Propaganda und Invasion das Gegenteil von dem bewirkte, was sie eigentlich beabsichtigte. All dies trüge nur dazu bei, die kulturelle Identität der Ukrainer zu stärken. Oksana Sabuschko hat sowohl Sachliteratur als auch Poesie und Prosa geschrieben. So gehört zum Beispiel der „Planet Wermut“ zu ihren Prosatexten und „Let my people go, 15 Texte über die ukrainische Revolution“ zu einem Werk der bekanntesten Sachliteratur der Ukraine.

Tanja Maljartschuk studierte an der Uni der Vorkapaten Philosophie. Anschließend arbeitete sie mehrere Jahre als Journalistin in Kiew, bevor sie anschließend nach Wien emigrierte. Im Jahre 2004 veröffentlichte sie ihr erstes Buch „Endspiel Adolfo oder eine Rose für Lisa“. Auch in deutscher Sprache erscheinen ihre Bücher. Ihr erstes Werk auf Deutsch trug den Titel „Neunprozentiger Haushaltsessig“. Daneben schreibt Tanja Maljartschuk regelmäßig Kolumnen für die Deutsche Welle und die Zeit online. In Wien lebt sie sozusagen ein wenig zwischen den Stühlen in der Emigration. Dies wird Thema für ihren Roman „Blauwal der Erinnerung“.

Vladimir Jabotinsky ist ein Autor der Ukraine, 1880 geboren, ist aufgewachsen in einer bürgerlichen Familie und wurde traditionell jüdisch erzogen. Er studierte Rechtswissenschaften. Anschließend wurde er Journalist. Er identifizierte sich mit dem Programm des politischen Zionismus. Aus ihm wurde ein hervorragender Redner. Seine Ansprachen hielt er auf Deutsch, Russisch, Hebräisch, Englisch oder Jiddisch. 1908 entsandte die WZO (Zionistische Weltorganisation) ihn ins osmanische Reich. Beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges ging Jabotinsky nach Westeuropa und arbeitete dort als Korrespondent einer Moskauer Zeitung. Zum Ende des Ersten Weltkriegs nahm er selber an Kämpfen im Jordantal teil. Er war zudem Mitglied der zionistischen Exekutive, die er jedoch 1923 verließ. In diesem Jahr gründete er eine Jugendbewegung. 1935 gründete er in Wien eine neue zionistische Organisation, mit dem Ziel eines jüdischen Staates beidseits des Jordans und einer breit angelegten jüdischen Einwanderung. Damit sollte die Diaspora in Europa aufgelöst und eine starke jüdische Armee gegründet werden.

1940 ging Jabotinsky in die USA. Auch dort wollte er für eine jüdische Armee werben. Im August 1940 verstarb er in der Nähe von New York. Bekannte Schriften und weltbekannte Beispiel der ukrainischen Literatur sind zum Beispiel „Die Fünf“, ein Roman oder „Richter und Narr“ ebenfalls ein Roman.

Maria Matios verbrachte ihre Kindheit im ukrainischen Teil der Bukowina. Anschließend studierte sie Literatur an der Universität Czernowitz. Ihre Liebe zur Literatur lebte sie aus und veröffentlichte eine Novelle, eine Geschichtensammlung, mehrere Romane, sogar ein Kochbuch schrieb sie. Ins Russische, Englische und Polnische wurden ihre Werke übersetzt. 2010 trat Maria Matios der ukrainischen Demokratischen Allianz bei. Sie kandidierte auf Platz zwei bei den Parlamentswahlen. Am 28. Oktober 2012 zog sie mit der UDAR, der drittstärksten Parlamentsfraktion ins ukrainische Parlament ein. 2013 veröffentlichte sie ihren Roman „Darina, die Süße“ in deutscher Übersetzung. Für diesen erhielt sie bereits 2005 in der Ukraine den nach Taras Schewtenko benannten Nationalpreis. Ein anderer bekannter Roman von ihr ist die „Mitternachtsblüte“.

Serhij Schadan wurde im Osten der damaligen Sowjetrepublik, genauer gesagt in Lubansk geboren. Er studierte später Literaturwissenschaften, Germanistik und Ukrainistik. Er promovierte über den ukrainischen Futurismus. Seit 1991 lebt er in Charkiw und verfasste seitdem eine Vielzahl an Lyrikbänden. Er ist eine prägende Figur der jungen Szene seiner Stadt. Zudem organisiert er Literatur und Musikfestivals und schreibt auch selbst Texte für Rock Songs, die er persönlich zur Musik der Band Sobaky w kosmossi (in Deutsch: Hunde im Kosmos) spricht. Seinen ersten Roman brachte er 2007 auf dem Markt. Dieser trägt den Titel „Depeche Mode“. Diese Band ist für die anarchischen Studenten jener Zeit eine zentrale Figur, denn sie sehen in ihr einen Fluchtpunkt ihrer Träume, eine Möglichkeit, aus dem ganzen Schlamassel herauszukommen. Schadan erhielt einige Auszeichnungen, so den Hubert Burda Preis für junge Lyrik.

Andrij Ljubka kam in Riga zur Welt. Dort studierte seine Mutter. Aufgewachsen ist er in Wynohradiw. Er besuchte die Militärschule von Mukatschewo. 2009 beendete er sein Studium der ukrainischen Philosophie in Uschhorod. Schon zur Studentenzeit verfasste er Gedichte und Bücher, die er auch veröffentlichte. Zudem schreibt er für ukrainische Literaturzeitschriften. Seine Gedichte sind in ein gutes Dutzend von Sprachen übersetzt worden. In seiner Studentenzeit war Ljubka extrem politisch engagiert. Er unterstützte zum Beispiel 2004 während der Orangen-Revolution Wiktor Juschtenko und 2006 während der Wahlen im Belarus den Kandidaten Aljaksandr Milinkewitsch. Er kam deswegen 15 Tage ins Gefängnis und wurde dafür zur zehn Jahre zur Persona non grata im Belarus erklärt. 2006-2008 war Ljubka in der Leitung des Studentenparlamentes an der Universität Uschhorod tätig. Er gehört zu einer Generation ukrainischer Autoren, die sich freigemacht haben von Prägungen durch die Zeiten der Sowjetunion und von diesen Ideen frei leben, denken und schreiben. Ein bekannter Gedichtband von ihm ist „Acht Monate Schizophrenie“, eines der bekanntesten Prosawerke der Literatur der Ukraine heißt „Killer“.

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