Die besten Weihnachtsbackbücher – Plätzchen, Stollen und festliche Kuchen

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Spätestens Ende November beginnt in vielen Küchen dieselbe Suche: Wo war noch das Rezept für die Zimtsterne vom letzten Jahr, und wie lange muss der Stollen eigentlich durchziehen? Ein gutes Weihnachtsbackbuch erspart diese Suche. Es bündelt verlässliche Rezepte, erklärt die heiklen Stellen – den klebrigen Eischnee, den zu weichen Mürbeteig, den Hefeteig, der nicht aufgehen will – und liefert nebenbei Ideen für das, was man bisher noch nie gebacken hat.

Die folgenden zehn Bücher decken das Thema aus unterschiedlichen Richtungen ab. Am Anfang stehen zwei breit angelegte Sammlungen, eine für das Regal, eine für den Einstieg. Danach geht es um Tradition: Familienrezepte, Landküche und österreichische Hefezöpfe. Es folgen ein reines Keksbuch, zwei Titel mit modernem oder amerikanischem Einschlag, ein Buch für die pflanzliche Küche und zum Schluss ein Sachbuch über den Lebkuchen. Eine Übersicht am Ende hilft bei der Entscheidung.

Für jedes Plätzchenregal: zwei breite Sammlungen

Dr. Oetker: Weihnachtsbacken von A–Z

Dr. Oetker, Weihnachtsbacken von A–Z

Wenn es ein Buch gibt, das man jedes Jahr wieder aus dem Schrank holt, dann am ehesten eines wie Weihnachtsbacken von A–Z (Dr. Oetker Verlag, 2023, 183 Seiten). Wie der Titel verspricht, ist es als Nachschlagewerk angelegt: Mehr als 100 Rezepte decken die Weihnachtsbäckerei in voller Breite ab.

Den Grundstock bilden die Sorten, die auf kaum einem Plätzchenteller fehlen dürfen – Vanillekipferl, Zimtsterne, Stollen. Dazu kommen regionale Spezialitäten, die man in vielen anderen Büchern vergeblich sucht, etwa Biberle oder Heidesand. Und wer Abwechslung möchte, findet zeitgemäße Ideen wie Orangen-Whoopies oder „Verschneite Knuspertannen“. Die Stärke liegt weniger in einer persönlichen Handschrift als in der Verlässlichkeit: Die Rezepte sind darauf angelegt, auch ohne viel Erfahrung zu gelingen. Für Haushalte, die nur ein einziges Weihnachtsbackbuch besitzen wollen, ist dies ein naheliegender Kandidat.

Saliha Özcan: Weihnachtsbäckerei

Saliha Özcan, Weihnachtsbäckerei

Saliha Özcan ist vielen eher als „Sally“ bekannt, eine der populärsten Back-Bloggerinnen im deutschsprachigen Raum. Ihr Buch Weihnachtsbäckerei (Gräfe und Unzer, 2025, 158 Seiten) ist kompakter als das Dr.-Oetker-Kompendium und richtet sich erkennbar an Familien und an alle, die noch nicht viel Routine mitbringen.

Über 50 Rezepte reichen von klassischen Plätzchen über weiteres Weihnachtsgebäck bis zu Leckereien, für die man gar keinen Backofen braucht – praktisch, wenn Kinder mitmachen wollen oder der Ofen ohnehin belegt ist. Hilfreich sind die Hinweise zur Vorbereitung der Teige, zur richtigen Aufbewahrung und zur Dekoration, denn gerade beim Lagern gehen viele Plätzchen verloren, bevor Weihnachten überhaupt da ist. Der Ton ist persönlich, die Leserinnen und Leser werden geduzt.

Backen wie früher: Tradition und Landküche

Die Schätze aus Omas Backbuch: Weihnachtsbäckerei

Die Schätze aus Omas Backbuch: Weihnachtsbäckerei

Hinter Die Schätze aus Omas Backbuch: Weihnachtsbäckerei steht die Mehlmarke Rosenmehl; erschienen ist der Band 2017 bei Bassermann (159 Seiten). Der Ansatz ist schon im Titel angelegt: Gesammelt sind rund 60 Rezepte, die in Familien über Generationen weitergegeben wurden.

Inhaltlich umfasst das Buch alles, was zu einer traditionellen Adventsbäckerei gehört – Plätzchen, Stollen und Lebkuchen ebenso wie festliche Kuchen und Torten für die Kaffeetafel an den Feiertagen. Neue Trends spielen hier keine Rolle. Das Buch eignet sich für alle, die den Geschmack ihrer Kindheit wiederfinden möchten oder eine Sammlung bewährter Klassiker suchen, die ohne Schnickschnack auskommt.

Landlust Hausgemacht: Backen für Advent und Weihnachten

Landlust Hausgemacht: Backen für Advent und Weihnachten

Die Zeitschrift „Landlust“ hat über die Jahre eine Fülle an Weihnachtsrezepten veröffentlicht. Landlust Hausgemacht: Backen für Advent und Weihnachten (Landwirtschaftsverlag, 2026, 128 Seiten) fasst die beliebtesten davon als zweiten Band einer Kompaktreihe zusammen.

Unter den hier vorgestellten Büchern deckt dieses am gleichmäßigsten alle drei Bereiche ab, um die es in diesem Artikel geht. Es gliedert sich in fünf Teile: Plätzchen und Kekse, Kuchen und Kastengebäck, festliche Torten, Stollen und Hefeteig sowie Konfekt und Pralinen. Neben Vanillekipferln, Lebkuchen und Spritzgebäck stehen also auch ein Weihnachts-Cheesecake oder selbst gemachte Pralinen für den Gabentisch. Die Rezepte sind Schritt für Schritt erklärt und sollen auch weniger Geübten gelingen. Wer eine handliche Auswahl für die ganze Adventszeit sucht, vom schnellen Blech Plätzchen bis zur Torte für den ersten Feiertag, ist hier gut aufgehoben.

Österreichische Weihnachtsbäckerei: Striezel und Kekse

Christina Bauer: Weihnachten mit Christina

Christina Bauer, Weihnachten mit Christina

Christina Bauer ist Bäuerin in Österreich und hat sich mit ihren Backbüchern ein großes Publikum erarbeitet. In Weihnachten mit Christina (Löwenzahn, 2022, 240 Seiten) geht es, wie der Untertitel verrät, um „Kekse, Brote, Stollen und Striezel“ – mit über 70 Rezepten.

Was das Buch von den reinen Plätzchensammlungen unterscheidet, ist das Gewicht auf Hefegebäck. Früchtebrote, Stollen, geflochtene Striezel und Gewürzschnecken bekommen viel Raum, ebenso wie Vanillekipferl, Zimtsterne, Lebkuchen und Spekulatius. Daneben finden sich Rezepte, die über das Backen hinausgehen: Marmelade, Windringe als Baumschmuck, Weihnachtschutney oder Eierlikör. Abgerundet wird das Ganze durch Bastel- und Geschenkideen vom Adventskranz über Weihnachtskarten bis zum Adventskalender. Für Leserinnen und Leser, die die ganze Vorweihnachtszeit mit einem Buch gestalten möchten, ist das ein großzügiges Angebot.

Johanna Aust: Die besten Weihnachtskekse

Johanna Aust, Die besten Weihnachtskekse

Wer dagegen nur eines im Sinn hat, nämlich volle Keksdosen, greift zu Die besten Weihnachtskekse von Johanna Aust (Löwenzahn, 2022, 280 Seiten). Das Buch versammelt 111 Rezepte und bleibt dabei konsequent beim Kleingebäck.

Die Bandbreite reicht von Klassikern wie Vanillekipferln, Linzer Augen und Florentinern bis zu neuen Sorten wie Cranberry-Mandel-Herzen oder Schneesternen. Schoko-, Nuss- und Marzipanfans kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Schritt-für-Schritt-Anleitungen sollen auch Neulingen den Einstieg erleichtern, und die Autorin gibt Hinweise, wie man etwa die richtige Dicke eines Teigs erfühlt. Mit seinem Umfang ist das Buch das umfassendste Keksbuch dieser Auswahl – ideal für Haushalte, in denen jedes Jahr ein Dutzend Sorten auf den Teller kommt.

Moderne Interpretationen und ein Blick nach Amerika

Patrick Rosenthal: Weihnachten: Das Backbuch

Patrick Rosenthal, Weihnachten: Das Backbuch

Zwischen Tradition und Neuem bewegt sich Weihnachten: Das Backbuch von Patrick Rosenthal (riva, 2022, 173 Seiten). Die 70 Rezepte reichen von Früchtebrot, Lebkuchen und Vanillekipferln bis zu Ideen wie Candy-Cane-Cupcakes, die ihre Herkunft aus dem angloamerikanischen Raum nicht verleugnen.

Damit eignet sich das Buch für Haushalte, in denen die Großeltern auf ihren Kipferln bestehen, die Jüngeren aber gern etwas anderes probieren. Die Rezepte sind sowohl als Geschenk aus der Küche als auch für den Adventsnachmittag gedacht.

Lisa Nieschlag und Lars Wentrup: New York Christmas Baking

Lisa Nieschlag und Lars Wentrup, New York Christmas Baking

Ganz bewusst einen anderen Weg geht New York Christmas Baking von Lisa Nieschlag und Lars Wentrup (Hölker, 2017, 125 Seiten). Der Band ist der Nachfolger von „New York Christmas“ und widmet sich dem, was die Cafés der Stadt jenseits des berühmten Cheesecakes zu bieten haben.

Statt Spitzbuben und Zimtsternen gibt es Cookies, Cakes und Rezepte für ein ausgiebiges Weihnachtsfrühstück. Das Buch ist zugleich Bildband und Rezeptsammlung, auf Stimmung angelegt und gut zum Verschenken. Für alle, die die eigene Plätzchentradition schon im Schlaf beherrschen, bietet es einen reizvollen Kontrast – oder eine Erinnerung an die letzte Reise.

Pflanzlich und ohne raffinierten Zucker

Lynn Hoefer: Himmlisch gesunde Weihnachtsbäckerei

Lynn Hoefer, Himmlisch gesunde Weihnachtsbäckerei

Weihnachtsgebäck lebt traditionell von Butter, Eiern und viel Zucker. Lynn Hoefer, Bloggerin und Autorin mehrerer Bücher über gesunde Ernährung, zeigt in Himmlisch gesunde Weihnachtsbäckerei (Thorbecke, 2021, 134 Seiten), dass es auch anders geht.

Alle Rezepte sind rein pflanzlich und kommen ohne Weizen aus, auf Wunsch lassen sie sich auch glutenfrei backen. Gesüßt wird ohne raffinierten Zucker, und statt Weißmehl kommt vor allem Vollkornmehl zum Einsatz. Neu gedacht werden dabei bekannte Sorten wie Lebkuchen, Stollen, Zimtsterne und Spitzbuben. Das Buch ist damit die erste Wahl für vegan lebende Haushalte, für Menschen mit Unverträglichkeiten und für alle, die zwischen den vielen Weihnachtsfeiern etwas bewusster naschen möchten.

Besonderer Tipp: die Geschichte hinter dem Gebäck

Siegfried Zelnhefer: Lebkuchen

Siegfried Zelnhefer, Lebkuchen

Zum Abschluss ein Buch, das man nicht nur in der Küche, sondern auch im Sessel liest. Lebkuchen: Geschichte – Handwerk – Rezepte von Siegfried Zelnhefer (ars vivendi, 2026, 176 Seiten) widmet sich einem einzigen Gebäck, dessen Geschichte weit zurückreicht.

Zelnhefer erzählt die Kulturgeschichte des Lebkuchens, gibt Einblick in seine handwerkliche wie industrielle Herstellung und stellt regionale Spezialitäten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen Ländern vor. Rezepte zum Nachbacken gibt es ebenfalls, ergänzt um Ideen von Lukas Leisner, was sich aus Lebkuchen sonst noch machen lässt. Die Fotos stammen von Katharina Pflug. Für alle, die wissen möchten, woher die Gewürze, der Honig und die Formen kommen, ist das Buch eine schöne Ergänzung zu jedem der anderen Titel – und ein gutes Geschenk für Lebkuchenliebhaber.

Welches Weihnachtsbackbuch passt zu wem?

Wer nur ein Buch kaufen möchte und vor allem Plätzchen backt, ist mit Dr. Oetker oder, bei sehr großem Keksbedarf, mit Johanna Aust gut beraten. Für Familien mit Kindern und für Anfänger bietet sich Sally an. Wer Rezepte wie früher sucht, greift zu Omas Backbuch; wer neben Plätzchen auch Torten und Stollen für die Festtage braucht, zum kompakten Landlust-Band. Christina Bauer ist die richtige Wahl für alle, die Hefegebäck und Striezel lieben. Rosenthal und das New Yorker Duo bringen neue Aromen ins Spiel, Lynn Hoefer die pflanzliche Variante. Und Zelnhefers Lebkuchenbuch erzählt die Geschichte dazu.

BuchAutorSchwerpunktPasst für
Weihnachtsbacken von A–ZDr. OetkerÜber 100 Rezepte, Klassiker und RegionalesAlle, die ein Standardwerk suchen
WeihnachtsbäckereiSaliha ÖzcanPlätzchen, Gebäck, auch ohne OfenFamilien und Einsteiger
Die Schätze aus Omas Backbuch: WeihnachtsbäckereiRosenmehlÜberlieferte FamilienrezepteFreunde klassischer Rezepte
Landlust Hausgemacht: Backen für Advent und WeihnachtenLandlustPlätzchen, Kuchen, Torten, Stollen, KonfektDie ganze Festtafel
Weihnachten mit ChristinaChristina BauerHefegebäck, Stollen, Striezel, KekseHefeteig-Fans
Die besten WeihnachtskekseJohanna Aust111 KeksrezepteKeksdosen-Füller
Weihnachten: Das BackbuchPatrick RosenthalKlassiker und moderne KreationenExperimentierfreudige
New York Christmas BakingLisa Nieschlag, Lars WentrupCookies, Cakes, WeihnachtsfrühstückLiebhaber amerikanischen Gebäcks
Himmlisch gesunde WeihnachtsbäckereiLynn HoeferVegan, weizenfrei, ohne raffinierten ZuckerBewusst Genießende
Lebkuchen: Geschichte – Handwerk – RezepteSiegfried ZelnheferKulturgeschichte mit RezeptenNeugierige und Lebkuchenfans

Ein letzter Rat für die Planung: Lebkuchen und Stollen brauchen Zeit, um ihr Aroma zu entwickeln, und sollten daher früh im Advent auf dem Programm stehen. Mürbe Plätzchen dagegen schmecken frisch am besten. Wer das beim Blättern im Hinterkopf behält, kommt mit jedem dieser Bücher entspannt durch die Backsaison.

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